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Interviews der Medien mit der Höchsten Meisterin Ching Hai (Veganerin), Teil 12 von 12

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und spricht in dieser Folge über den freien Willen, die wohltätigen Aktivitäten der Internationalen Vereinigung der Höchsten Meisterin Ching Hai und beantwortet Fragen der Zuhörer.

Bonnie: Meisterin, Sie sprechen viel darüber und haben auch heute über das gesprochen, was Sie „Vorsehung“ nennen. (Ja.) Manche von uns würden dafür wohl das Wort „Schicksal“ verwenden, obwohl „Vorsehung“ für mich einen eher spirituellen Klang hat. (Ja.) Was ist mit dem freiem Willen?

Master: Freier Wille. Es ist die Wahl, die wir vor und während unseres physischen Lebens treffen. Aber nach dem Tod können wir keine Wahl mehr treffen, es sei denn, wir haben Verdienste, die wir in diesem Leben angesammelt haben. Bevor wir in diese Welt hineingeboren werden, wählen wir, was für ein Mensch wir sein wollen. (Ja.) Aber wenn wir dann hier sind, passen wir das entsprechend der Situation und gesellschaftlichen Einflüssen an. (Okay.) Und wir haben auch den freien Willen verloren. Wir glauben, wir seien frei, aber das sind wir nicht.

(In Ordnung. Der wahre freie Wille, die wahre Wahl – die eigentliche Wahl, findet statt, ehe wir überhaupt hierherkommen, danach befinden wir uns hinter dem Schleier von Maya, wie Jared sagte, (Genau.) und erinnern uns nicht mehr an … würden Sie es als Vereinbarung oder Vertrag bezeichnen?) Genau. Genau. (Ja.) Der Bund mit unserem eigenen Gewissen.

(Und doch – nur um hier eine Geschichte zu erzählen, die sowohl Jared als auch ich in unserem Leben erlebt haben – Er zog zum Beispiel von einem Ort in Nordkalifornien nach Santa Cruz um, ohne zu wissen, warum. (Ja.) Seine Träume wiesen ihm den Weg: „Geh zurück nach Santa Cruz.“ Er fragte immer wieder: „Warum?“ Und er erhielt nie eine Antwort, doch er hatte das Vertrauen, dem Ruf einfach zu folgen. Ist das die Art von Führung, von der Sie sprechen?) Ja.

Mitunter bewegen uns alte Beziehungen, eine starke karmische Kraft aus der Vergangenheit, die jenseits unseres Willens liegt. Manchmal führt uns die Vorsehung, damit wir an bestimmten Orten eine Aufgabe erfüllen. Ich denke, Santa Cruz ist für ihn der richtige Ort, dort leistet er eine tolle Arbeit. (Er hatte keine Ahnung, dass dass er einmal eine Radiosendung moderieren würde.) Gewiss nicht. (Ist das da eine Lesung?) Ja. Jetzt weiß er also, warum, ja? Oder nicht? Okay. (Ja, ich weiß es.)

Übrigens, ich habe vergessen, es zu sagen: Wir haben auch Leute nach Russland geschickt, wie verlangt. Das habe ich vergessen. (Wunderbar.) Es ist jetzt überall zu hören. Die Menschen sind sehr spirituell, sehr hungrig nach dem Wissen über das Höhere Selbst. (Ja.

Bonnie: Meisterin, wir haben mit so vielen Menschen gesprochen. Unsere gemeinnützige Organisation heißt „Global Family“, und sie leistet viel Arbeit in Russland. (Ja.) Und sie berichten jedes Mal, wenn sie zurückkommen, dass die Leute dort so hungrig nach (Richtig.) Spiritualität in ihrem Leben sind.

Master: Ja. Ja, gut. Sie leisten großartige Arbeit. (Ja.) Ja.

(Ich weiß, dass Sie Preisträgerin des Weltfriedenspreises sind. Es ist eine Auszeichnung, die Ihnen kürzlich am 25. Oktober 1993 in Honolulu verliehen wurde, und dieses Mal werde ich es richtig sagen. Sie wurde Ihnen von Bürgermeister Fasi verliehen – zumindest war er derjenige, der sie überreichte, der Bürgermeister von Honolulu. Vielleicht könnten Sie uns ein wenig darüber erzählen, was Ihre Organisation tatsächlich alles unternommen hat, um Menschen aus aller Welt zu helfen.)

Wir haben vielen Ländern in Not geholfen, ebenso wie Einzelpersonen oder Organisationen, die sich für wohltätige Zwecke engagieren. (Ja.) Ich kann sie nicht alle aufzählen; es sind sehr viele. Dazu gehören, wie Sie bereits wissen, die Opfer des Pinatubo-Ausbruchs – das hat Ihnen jemand erzählt – sowie die jüngsten Hochwasseropfer und die Brandopfer hier. (Ja.) Der größte Teil des Geldes stammte aus meinen Einkünften und aus denen der sogenannten Mönche und Nonnen, die zu meinen unmittelbaren Anhängern zählen. Ich meine, diejenigen, die ihr Leben der Sache des Höheren Selbst widmen. (Ja. Ja.) Auch die Mitglieder spenden manchmal; bei Katastrophen spenden sie direkt an die Opfer.

(Nun, ich finde, diese Spende war großartig, denn ich glaube, viele Amerikaner haben offensichtlich nicht mit eigenen Augen gesehen, was dort am Mount Pinatubo bei dem Ausbruch passiert ist. Ich habe eine lange Sondersendung darüber im Fernsehen gesehen.) Nun, unsere Schüler waren direkt fünf Kilometer vom Berg entfernt.

Jared: Also es war unglaublich. (Ja.) Das ließ sogar Mount St. Helens im Vergleich eher bescheiden wirken. Und ich denke auch daran, dass viele dieser Länder Häuser und Bauten haben, die nicht dieselbe Qualität besitzen — sodass die Menschen von einem Moment auf den anderen ihr Zuhause verlieren. Gesegnet seien Sie und die Leute, die bei Ihnen sind für Ihre Spende, (Danke.) für das, was sie hier gegeben haben, (Danke.) für diese Opfer von… (Ja.)

Master: Wir haben dieses Jahr 1 Mio. USD für Amerikaner bereitgestellt. (Das ist unglaublich.) Es geht nicht ums Geld. Es ist unsere Liebe, denn der Betrag ist im Vergleich zum Leid der Welt sehr unbedeutend. Aber das ist alles, was wir tun können. (Wir tun, was wir in dem Moment (Genau.) tun können, nicht wahr?) Richtig. Genau.

(Meisterin, wir werden jetzt hier bei „Seeing Beyond“ eine letzte Pause einlegen und dann zurückkommen.)

Jared: Wir möchten heute unsere telefonische Gastrednerin aus Südkalifornien begrüßen: die Höchste Meisterin Ching Hai. (Hallo!) Hallo! Wir haben einen Hörer aus Pacific Grove in der Leitung, der gerne etwas mehr darüber erfahren möchte, was Einweihung bedeutet – und welche Bedeutung sie für Sie als Meisterin hat. Ist damit ein Vertrag verbunden? Bedeutet es, dass die Meisterin zum persönlichen Guru wird?

Master: Nun, eigentlich haben keinen Guru in diesem Sinne. Nur solange, bis die sogenannten Schüler in der Lage sind, ihre eigene Meisterschaft zu erkennen; bis dahin ist ein sogenannter Meister nötig, um sie anzuleiten. Aber wir haben keinen Vertrag oder Ähnliches. Natürlich haben sie einen Vertrag mit sich selbst, den Sie bis zum Ende einhalten sollten. Das ist zu Ihrem eigenen Wohl. Und Einweihung bedeutet einfach nur der Moment der ersten Erkenntnis Ihres Höheren Geistes. Das ist alles.

Jared: So wie ich es verstehe, sagen Sie: Bis man den Meister im Innern gefunden hat, (Ja.) muss man ihn eine Zeitlang im Außen haben.

Master: Ja, genau. (Aha.) Aber der Meister ist auch der innere Wegweiser, nicht nur auf der physischen Ebene. (Ja.) Denn sonst könnte der Meister dem Schüler nicht aus Tausenden von Kilometern Entfernung und (Ja.) von überall auf der Welt helfen. Der Meister muss sich auf einer sehr hohen Ebene befinden, um allen Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit helfen zu können. Und es spielt keine Rolle, wo sich der Schüler befindet. Das ist ein wahrer Meister.

(Meisterin, wir leben in den USA, einer Gegend, in der so viel los ist. Wir sind ständig auf den Beinen. Wir sind, glaube ich, größtenteils eine Kultur des „Handelns“ und weniger des „Seins“. Doch von dem, was ich über Sie weiß – nur ein paar Dinge, die ich tue – sind auch Sie jemand, der handelt. Sie sind sehr aktiv und tragen viel Energie in die Welt da draußen. Sprechen Sie doch ein wenig über das Handeln im Gegensatz zum Sein. Vorhin sagten Sie, wir sollen uns nicht einfach in eine Höhle zurückziehen und meditieren, sondern draußen in in der Welt eine Art lebendige, wandelnde Meditation praktizieren. (Richtig.) Könnten Sie das bitte etwas genauer erläutern?) Oh, ich verstehe. Nach der Einweihung weiß man, wie man meditiert und lebt und nicht vor der Welt flieht, sondern diese große kosmische Kraft in die täglichen Aktivitäten integriert – – ebenso wie beim Meditieren –, um sie ein wenig bewusster anzusammeln und sie dann im Laufe des Lebens in dieser Welt zu verteilen oder weiterzugeben, zum Wohle unserer Welt. Denn es macht keinen Sinn nur für sich selbst zu meditieren und sich allein zu segnen. Tatsächlich können wir, wenn wir uns selbst kennen, die ganze Welt segnen. Das ist also der Kernpunkt. Und … (Meisterin. Entschuldigung, bitte fahren Sie fort.) Ja. Entschuldigung, Entschuldigung. (Bitte.)

Und nachdem wir eingeweiht und erleuchtet sind, bekommt jede Hand- lung einen tieferen Sinn, weit über äußerliche körperliche Arbeit hinaus. Wir empfinden Freude bei dem, was wir tun – es ist nicht nur eine Pflicht, eine langweilige Pflicht wie früher – Und wir tragen mit weniger Aufwand immer mehr bei. Ich bin eine sehr kleine Person, und ich esse nicht besonders viel und schlafe auch nicht besonders viel, aber Sie sagen, ich sei sehr aktiv. Das liegt an dieser großen Energie. Ich würde platzen, wenn ich nichts tun würde. (Das kann ich total nachempfinden.) Ja, mein Schatz, das können Sie. Diese Kraft ist in Ihnen. (Danke.) Vielleicht leben Sie sie schon. Wenn Sie mit dem, was Sie gerade tun, und mit Ihrem Leben zufrieden sind, glücklich sind und Liebe für alle empfinden, dann ist es schon sehr gut. Wenn nicht, dann müssen Sie weitersuchen. Okay?

(Meisterin, eine Frage, die vielleicht im Raum steht – sie ist auf jeden Fall in meinem Kopf und vielleicht auch bei einigen unserer Zuhörer –, sie lautet: Hatten Sie einen Lehrer?) Ja, das hatte ich. Ich hatte von Kindheit an viele Lehrer. (Nicht einen bestimmten, sondern viele Menschen, die Ihr Leben beeinflusst haben, die Ihnen geholfen haben, sich daran zu erinnern, wer Sie sind?) Nun, eigentlich ist man es selbst, der sich hilft, sich wieder zu erinnern. Sehen Sie, die Einweihung bedeutet, dass Ihr Bewusstsein bereit ist, sich selbst zu erkennen. (Ja.) Und der Meister drückt einfach den Knopf. (Hatten Sie also jemanden, der diesen Knopf drückte?) Wahrscheinlich, ja. Nun, es ist nichts Physisches, obwohl es sich auch auf den Körper auswirkt, aber nun ja, ich weiß nicht, es ist einfach wie eine Liebesgeschichte, und man kann sie nicht einfach so beschreiben.

(Da wir gerade von Liebesgeschichte sprechen: Lassen Sie uns vielleicht in den wenigen verbleibenden Minuten darüber reden. (Okay.) Sprechen wir ein wenig über Liebe, denn in unserer Kultur – ich will nicht für die Kultur sprechen, aus der Sie kommen —hier im Westen ist es oft so, dass ich nicht weiß, ob wir überhaupt verstehen, was Liebe ist. Wir schauen uns viele Filme an und werden ganz romantisch, aber was verstehen wir eigentlich unter Liebe? Was verstehen Sie unter Liebe?) Es ist ein Teil von GOTTES Liebe, der einen Menschen an einen anderen bindet und man kann nicht leben, wenn diese Person nicht bei einem ist. Dann ist man verliebt. Es ist eine Art Leiden, aber ein schönes Leiden. (Ich erinnere mich.) Und wenn Sie GOTT oder einen Menschen kennen, der wahrhaftig eins ist mit GOTT oder mit GOTT in Verbindung steht, dann geht es Ihnen genauso. Man hat das Gefühl, nicht genug von dieser Person zu bekommen. Das ist der Grund, warum viele Schüler den Meister gerne sehen, nicht weil der Meister ihnen das aufzwingt. Bis sie sich selbst vollständig erkennen. Wenn sie den Meister sehen, sehen sie ihr Großes Selbst; sie sehen GOTT. Und diese Liebe ist noch größer, noch tiefer und unerklärlicher als die Liebe zwischen Mann und Frau. Sie ist sehr tiefgründig und lässt einen zu einem wunderbaren, einem anderen Menschen werden.

(Ich möchte unseren Zuhörern auf jeden Fall sagen, dass meine Begegnungen, mit einigen unserer tibetischen buddhistischen Lamas im Exil mir gezeigt haben, dass es nicht so sehr auf das ankam, was sie sagten, sondern darauf, einfach nur in ihrer Gegenwart zu sein. (Genau, genau.) Und ich glaube, dass Menschen, die einfach nur in Ihrer Gegenwart sind, etwas Ähnliches empfinden. Vielleicht müssen sie Ihnen gar keine Frage stellen, sondern einfach nur bei Ihnen sein.) Richtig, richtig.

(Ich möchte der Höchsten Meisterin Ching Hai sowie Sophie, die bei uns heute zu Gast waren, und uns geholfen haten, die Energie für diesen wunderbaren Freitag aufrechtzuerhalten, danken. Ich freue mich, bei Ihnen zu sein, bis nächsten Montag, Gott segne Sie alle!) (Adios und Aloha!) Aloha! Danke.

Bonnie: Hallo! Hallo, Meisterin! (Ja, hallo!) Hallo! Wir wollten Sie nicht einfach so im Ungewissen lassen. Wir wollen uns von Ihnen verabschieden. (Ja. Okay.) Und vielen Dank. Es war ein wunderbares Interview. Es hat zwei Stunden gedauert. Es schien mir, als wären es nur etwa 30 Minuten gewesen. (Oh, zwei Stunden?) Ja. Kam es Ihnen nicht auch kurz vor?

Master: Oh, ich kann es kaum glauben. (Yes.) Ich hoffe, wir haben es für die Zuhörer auf das Wesentliche reduziert. (Ich glaube schon.)

(Ich finde, es war wunderbar, und ich denke, es ist immer eine Herausforderung, wenn wir das übers Telefon machen müssen; aber ich finde, insgesamt ist es sehr gut gelaufen, und ich merke, dass die Leute es gehört haben, weil wir so viele Anrufer hatten.) Tatsächlich? Und ich hoffe, dass Ihnen auch das nächste Interview wieder gut gelingt. (Danke, meine Liebe.) Danke. (Das ist ein wunderschönes Foto von Ihnen, das ich mir gerade anschaue. Ich glaube, ich bin verliebt.) Oh, wirklich? Ja. Wir sind alle ineinander verliebt, früher oder später. (Amen.) Amen. (Namaste.) Namaste. (Okay.) Aloha! (Aloha!) Danke. Danke und alles Gute für Sie (Ja.) bei allem, was Sie zum Wohle (Okay.) (Danke.) der Menschheit tun möchten. (Vielen Dank.) (Danke. Wir nehmen diesen Segen gerne an.) Wenn Sie uns brauchen, Hilfe bei Ihrem Programm oder sonst etwas, lassen Sie es bitte (…) wissen. (Das werden wir.) In Ordnung.

Jared: Meisterin, ich möchte sagen, dass ich es wirklich sehr schätze, dass Sie das sagen, denn eines der Dinge, die Bonnie und ich manchmal vergessen, ist aufrichtig um Hilfe zu bitten, denn das ist eine große Aufgabe, die wir hier haben, (Stimmt.) und wir können sie nicht alleine bewältigen. (Richtig.) Also vielen Dank. Ich schätze es wirklich sehr, dass Sie uns das anbieten, und ich spüre gerade die Energie, die Sie uns schenken, und Ihre Liebe. Danke.

Master: Danke. (Okay.) Also, einen schönen Tag noch! (Für Sie auch!) Tschüss! (Tschüss!)

Photo Caption: „Der Herbst naht und erinnert an den Winter der Seele… Das Leben hier ist nicht mit WUNDER-GOLD überzogen wie bei uns ZU HAUSE!“

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