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Interviews der Medien mit der Höchsten Meisterin Ching Hai (Veganerin), Teil 9 von 12

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und erläutert hier, dass die Guanyin- Meditationsmethode uns zur Selbsterkenntnis führt. Dafür sind keine religiösen Vorkenntnisse erforderlich; leben Sie einfach weiterhin ethisch und nehmen Sie eine vegane Ernährung an, falls Sie dies noch nicht getan haben.

(Brauchen Menschen, die diese beinahe unbeschreibliche Erleuchtungsmethode, diese Meditationsmethode praktizieren, einen bestimmten religiösen Hintergrund oder eine besondere Ausbildung? Müssen sie einer bestimmten religiösen Glaubensrichtung angehören?) Nein, nein, überhaupt nicht. Sie müssen nicht einmal einen religiösen Hintergrund haben. Sie werden in die Erkenntnis des Selbst, des Höchsten Geistes, eingeführt, und erst dann werden sie wahrhaft religiös. Religionen sind nur Überbleibsel, die zurückgebliebenen Lehren der alten Meister. Die mündliche Unterweisung, die theoretische Art des Lehrens, die jeder Meister hat. Die eine Form besteht in der mündlichen Unterweisung, bei der man den Menschen vieles erklärt; die andere ist das Lehren in Stille. Das ist das Wichtigste. Aber erst die Kombination dieser beiden Teile ergibt eine lebendige Lehre; ansonsten ist es nur die Hälfte.

(Halten Sie es heute, im Jahr 1993, für wichtig, dass Menschen, die das praktizieren, worüber Sie gerade gesprochen haben, sich in Gruppen zusammenschließen, um sich dabei gegenseitig zu unterstützen, oder spielt das keine Rolle?) Nun, es hilft aufgrund der kollektiven Energie, sie ermutigen sich auch gegenseitig, wenn sie zusammen sind, und tauschen sich auch über einige ihrer Zweifel oder über das erleuchtete Ideal aus, das sie haben. Das hilft, ist aber nicht das Wichtigste, es ist nicht unbedingt notwendig. Man kann auch allein zu Hause praktizieren.

(Meisterin, es kommt mir so vor, als ob – da wir gerade mit Ihnen darüber sprechen – die traditionelleren Religionen Regeln oder Richtlinien hätten, an die sie sich halten, aber nach dem, was Sie sagen, scheint es mir, dass Ihre Anhänger das nicht so sehr tun, sondern vielmehr aus ihrem eigenen inneren Wissen heraus handeln. Liege ich damit richtig, oder wie würden Sie es ausdrücken?) Richtig, richtig, richtig. Sie sind sehr erleuchtet, ja. (Nun, danke. Das überwältigt mich.) Sie drücken sich sehr klar aus, das zeigt, dass Sie es verstanden haben.

Bonnie: Danke. Danke dafür. (Ja.) Ich möchte darüber sprechen, dass Sie erst kürzlich – ich meine, ich spreche vom 25. Oktober dieses Jahres den Internationalen Friedenspreis erhalten haben. Das ist ein Weltfriedenspreis, der Ihnen vom Gouverneur (Bürgermeister) von Hawaii verliehen wurde. Könnten Sie uns bitte sagen, was es mit diesem Preis auf sich hat und vielleicht auch, warum Sie dafür ausgewählt wurden. Warum wurden gerade Sie dafür ausgewählt?

Master: Ich weiß es nicht, ich wurde lediglich gebeten, die Auszeichnung anzunehmen. Vielleicht wurde gemeinsam, beschlossen, zur Abwechslung mal (Das war gut.) eine Frau auszuwählen. Ja, und vielleicht ist es ja das Jahr der Frau. Sogar die Veteraninnen wurden gewürdigt. (Das ist ein guter Punkt.) Ja. (Danke dafür.)

Ja, denn ich glaube nicht, dass ich so viel für die Welt getan habe. Ich meine, ich habe mehr auf spiritueller als auf körperlicher Ebene getan. Aber wer weiß schon, was GOTT für einen bestimmt oder was GOTT einem geben will. Wenn SIER uns etwas geben will, können wir es nicht einfach ablehnen. (Ja. Und natürlich versetzt die Verleihung dieser Auszeichnung Sie in eine Lage, in der sogar die Mainstream-Medien Sie interviewen und Sie dadurch auch Ihre Botschaft verbreiten können. Und ich möchte hier eine Korrektur vornehmen. Es war eine Auszeichnung, die Ihnen von Bürgermeister Fasi verliehen wurde. Er ist also der Bürgermeister Von) Ja, Honolulu, ja. (Honolulu, genau.) Er vertritt auch die Regierung, – beides.

(Ich möchte außerdem erwähnen, dass die Meisterin und ihre Schüler etwa zwei Millionen Dollar für die Opfer des Pinatubo auf den Philippinen gespendet haben, für die Opfer dieses Vulkanausbruchs. Und kürzlich haben sie und ihre Gruppe 200.000 Dollar für die Brandhilfe in dem verwüsteten Gebiet um Los Angeles zugesagt. Wir sprechen hier zwar über Geld, aber für mich, Meisterin ist Geld Energie. Und neben Ihren tiefen, kraftvollen Meditationen für den Weltfrieden ist dies ebenfalls eine Weise, wie Sie auch auf physischer Ebene helfen.) Stimmt, stimmt. Es ist auch physische Energie.

Und wenn wir physische Energie mit spiritueller Energie verbinden, ist sie vielleicht stärker und schneller. (Stimmt. Vielleicht.) Ja. Es freut mich, dass Sie Geld als Energie betrachten. (Ja.) Sie sind sehr weit fortgeschritten, denn die meisten denken, das Geld nur etwas Materielles sei. Das triff nicht immer zu. Es kommt darauf an, wie wir es nutzen. (Absolut.)

Jared: Ich bin mir sicher, Meisterin, dass unsere Zuhörer beeindruckt sind. Ich bin selbst erstaunt über die Höhe der Geldmittel, die Sie diesen bedürftigen Menschen zur Verfügung stellen konnten. Ich bin neugierig … Sie sagten ja schon, dass Sie dorthin gehen, wo immer es nötig ist. Jetzt sind Sie in Amerika, und ich verstehe Ihre … Sind Sie inzwischen amerikanische Staatsbürgerin?“ (Ehrenbürgerin, ja.) Ehrenbürgerin? (Ja.) Okay. Nun, haben Sie vor, längere Zeit in Amerika zu verbringen?

Master: Im Moment habe ich das sehr starke Gefühl, dass ich eine Weile in Amerika bleibe, ein paar Monate. Ja. Mindestens, mindestens. (Und wohin dann?) Ich werde ständig hierhin und dorthin eingeladen, und ich muss entscheiden oder darüber meditieren, wo ich als Nächstes am dringendsten gebraucht werde.

(Was glauben Sie, was die Amerikaner am meisten brauchen?) Wie viele andere Menschen auf diesem Planeten brauchen wir mehr geistige Nahrung. Was denken Sie?

Jared: Ich denke, das ist wahrscheinlich richtig. Meisterin, ich fand es fantastisch, dass letzte Woche ein großer Fernsehnachrichtensender in der San Francisco Bay Area mitten in seiner regulären Nachrichtensendung eine Serie über die spirituelle Suche ausgestrahlt hat. Und ich fand das fantastisch. Tatsächlich – falls Sie es nicht wissen, aber ich möchte Ihnen sagen – ist es sehr ungewöhnlich für einen großen kommerziellen (Oh, wirklich?) Fernsehsender, (Oh, das ist gut.) in seiner Sendung über die spirituelle Suche zu berichten. Ich würde sagen, vor 10, 15 oder 20 Jahren wäre das unmöglich gewesen. (Ja.) Aber es verändert sich also etwas auf diesem Planeten. Ich bin neugierig, was Sie davon halten … nun, wir hatten schon viele Gäste in unserer Sendung, die durchaus darauf hingewiesen haben, dass es den Anschein hat, als hätte sich die Energie in den letzten Jahren irgendwie beschleunigt (Richtig.) Die Dinge scheinen schneller zu geschehen. (Richtig.) Die Berliner Mauer – Dinge, die wir nie für möglich gehalten hätten, geschehen jetzt. (Stimmt.) Was halten Sie davon? Wie deuten Sie das?

Master: Nun, das bedeutet, dass wir besser geworden sind. Wir sind jetzt gesegneter, weil wir uns mehr der wahren Bedeutung des Lebens zuwenden, dem wirklich Wesentlichen, wie dem Geist, dem wahren Selbst, dem Geber aller Dinge, anstatt nur den Dingen an sich.

(Wir sprechen heute mit der Höchsten Meisterin Ching Hai. Sie wurde erst kürzlich – im Oktober dieses Jahres – mit dem Internationalen Friedenspreis geehrt. Das ist ein Weltfriedenspreis. Wir freuen uns sehr, Sie hier bei uns zu haben.)

(Nun, wir möchten Sie wieder Herzlich willkommen heißen, und falls Sie gerade erst eingeschaltet haben, sage ich Ihnen, wo Sie sind, wo Sie gelandet sind. Hier ist Radio 2000, „Seeing Beyond“, mit den Moderatoren Bonnie und Jared. Und heute Morgen haben wir einen ganz besonderen Gast, die Höchste Meisterin Ching Hai.)

Bonnie: Mir wird gerade bewusst, Jared, dass viele da draußen sicherlich eigene Fragen haben an die Höchste Meisterin Ching Hai. Und da die Meisterin heute aus dem Großraum Los Angeles anruft und es aufgrund unserer technischen Gegebenheiten etwas schwierig ist, Sie zu verstehen, empfehlen wir Ihnen Folgendes: Wenn Sie der Meisterin eine Frage stellen möchten, rufen Sie bitte Carolyn an. Sie sind dann zwar nicht direkt mit uns auf Sendung, aber wir würden Ihre Fragen sehr gerne ausstrahlen.

Nun, Meisterin, wir haben kurz vor der Pause darüber gesprochen, dass Sie zunehmend Anerkennung finden – so wie hoffentlich auch die Spiritualität im Allgemeinen in unserer heutigen Welt zunehmend Anerkennung findet. Vielleicht könnten Sie ein wenig über die Politiker sprechen. Ich weiß, dass viele Politiker Sie getroffen haben und von Ihnen und Ihren Worten beeinflusst und berührt wurden. Glauben Sie, dass Politiker im Allgemeinen allmählich die Notwendigkeit einer stärkeren spirituellen Zusammenarbeit unter den Menschen erkennen?

Master: Ja, auf jeden Fall, Bonnie. Ich glaube, das ist Ihnen auch bewusst. (Sagen Sie uns ein wenig über einige der Staats- und Regierungschefs, mit denen Sie gesprochen haben.) Nun, ich bin verpflichtet, dies vertraulich zu behandeln.

Bonnie: Haben die Ihnen zugehört? Ich meine, haben sie … Ich möchte Folgendes fragen. (Ja.) Wir hören oft zu, aber hören wir auch wirklich zu? (Ja, das frage ich mich auch.) Ja, wie lautet meine Frage? Sie stellen Ihnen ihre Fragen. Aber hören sie denn, was Sie zu sagen haben?

Master: Nun, ihre Seele wird es hören, Bonnie. (Okay.) Und ihr Unterbewusstsein wird es für sie verarbeiten. Es wird bei ihnen ankommen, und dann braucht es Zeit, bis es sich manifestiert.

(Sie sprechen immer wieder vom gesprochenen Wort und davon, dass, wenn wir wirklich zuhören – auch wenn unser Bewusstsein es in diesem Moment vielleicht noch nicht begreift –, sich etwas wandelt und verändert. Ist das richtig?) Richtig, richtig. (Ja.) Ja. (Okay.) Es hat eine Wirkung. Sonst hätte ein sogenannter lebender Lehrer keinen Platz. (Richtig.) Ja. (Danke dafür. Auf jeden Fall.)

Jared: Welchen Rat, Meisterin, würden Sie den Menschen geben, die … Wir hören viele verschiedene spirituelle Stimmen, nehme ich an, sowohl innerlich als auch äußerlich. Hauptsächlich äußerliche Stimmen. Wir hören nicht nur Stimmen, die dem westlichen Denken vertraut sind, sondern neue Stimmen aus dem Osten, aus dem Orient, aus Teilen Asiens und darüber hinaus. Es scheint – ich bin mir sicher, viele Menschen haben das Gefühl –, dass fast jede Woche oder vielleicht sogar noch öfter, eine neue Religion auftaucht. (Wirklich?) Wie erkennt man die wahre Stimme? Ich glaube, wir haben das schon einmal gefragt, aber die Frage erscheint mir wichtig.

Master: Stimmt. Die wahre Stimme entspringt unserer wirklichen Aufrichtigkeit. Je nachdem, wie aufrichtig wir sind, begegnen wir der wahren Stimme. Ja? Wir können uns also nicht allzu sehr auf Gerüchte, den Ruhm eines Meisters, einer neuen Religion – oder wie man es nennen mag – verlassen, sondern müssen uns auf unsere eigene Aufrichtigkeit verlassen. Wie sehr wollen wir die Wahrheit wirklich erkennen? Wie viel wollen wir in die Suche nach dieser Wahrheit investieren? Und wenn wir wirklich aufrichtig und bedingungslos sind, dann werden wir wahrhaftig dem höchsten Lehrer begegnen.

Bonnie: Meisterin, sprechen Sie über das Wort „Absicht“? (Was meinen Sie?) Das Wort „Absicht“. Für mich klingt es so, als ... Sie sprechen von dem Wort „Absicht“ – es gibt Absichten. (Ja, ja. Absicht. Unsere Aufrichtigkeit, ja.) Die Aufrichtigkeit der Absicht.

Nun, Marilyn, ist eine unserer Zuhörerinnen – sie ruft aus einem Ort namens San Anselmo in Nordkalifornien an. Sie hat eine aufrichtige Frage an Sie. (Ja.) „Wie findet man Arbeit, die spirituell nicht schädlich ist, in einer Gesellschaft, die nicht daran glaubt, dass Spiritualität überhaupt eine Rolle spielt?“

Master: Verstehe. Ich kann dazu sagen, dass sie eine Arbeit finden sollte, die mit ihrem Gewissen im Einklang steht und natürlich in ihrem Ausbildungsbereich. Wir empfehlen nicht, dass Menschen ihren Job aufgeben, ihren Lebensstil ändern oder Ähnliches, um die Wahrheit zu finden. Es ist keine spezielle Tätigkeit nötig. Meine Sie mit Arbeit, einen Job oder Arbeit im Allgemeinen? Das ist dasselbe, oder? (Ja.) Okay. Kein Problem.

Wir verlangen keineswegs, dass Menschen ihren Beruf aufgeben oder ihren Lebensstil ändern. Außer, dass sie Veganer werden, falls sie das noch nicht sind. Und sich natürlich, an eine normale, ethische Lebensweise halten, wie: „Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen und du sollst keinen Ehebruch begehen“ usw.. (Sie verlangen also nicht, dass die Leute all ihre weltlichen Güter aufgeben, sondern vielmehr, dass sie bei allem, was sie tun, ihre aufrichtige Absicht einbringen?) Richtig, richtig. Richtig. Wir müssen produktiv sein und sowohl diese Welt als auch den Geist unterstützen. Wir müssen uns in jeder Hinsicht weiterentwickeln, nicht nur spirituell. (Danke.)

Photo Caption: „Der Wald beschützt das Leben wie ein Zuhause.“

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